Zu den Personen

 

Gianotti

Gian Gianotti, geboren im Bergell 1949
Theaterregisseur für Schauspiel und Musiktheater.

Er versucht, sich im Leben und als Person in seinen Begegnungen und Möglichkeiten zurecht zu finden. Manchmal gelingt es.

Ästhetik: Minimal Art. Wesentliches mit Leichtigkeit optimal setzen.
Haltung: Der höchste Wert des Lebens ist der Freiraum – den man sich nehmen und den man den anderen lassen kann.

Der Lebenswitz:

Kind: Was ist das?
Mutter: Eine Blaubeere
Kind: Warum ist sie rot?
Mutter: Sie ist ja noch grün.

Weitere Angaben unter www.gianotti.ch

 

 

 

Helmut Jaekel
Foto Kaktus1

Foto Kaktus2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helmut Jaekel treibt sich nun seit über 30 Jahren an und auf den grossen und kleinen, hohen, breiten, schmalen und tiefen, überdachten und freien Bühnen herum, die vorgeben, zumindest die „Bretter“, die „Welt“ zu bedeuten.

Vorausgegangen war natürlich, schon der Ordnung und der zahlenden Eltern wegen, eine Ausbildung zum Schauspieler und ein Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte. Das alles verteilt in Düsseldorf, Köln und München, ordentlich beendet und mit einem „Papier“ versehen, bevor das unstete Nomadenleben beginnen konnte.

Die Reise startete in München, in diversen Keller- und Kleinkunstbühnen, zuletzt im Staatsschauspiel. Welch Kontrastprogramm! Dann weiter nach Ingolstadt ans Stadttheater, auch in Würzburg, Stuttgart, Hanau, Bern, St. Gallen, Theater für den Kanton Zürich, um nur die langfristigen Engagements aufzulisten.

Auf diesen Reisen blieb es schon bald nicht mehr nur beim Spiel, es wurde die Leitung des Spiels geprobt; Assistenz, Spielleiter, Regisseur, ein bisschen Musik, alles bunt gemischt, je nach Auftragslage, in wechselnden Institutionen, anderen Städten, neuen Wohnräumen.

Da kommt dann im Laufe der Jahre doch Einiges zusammen, zumal seit den 80er Jahren der „Freie Markt“ ein weiteres Standbein stützen musste, zumeist wackelig mit grossen Herausforderungen und Aufgaben, die nicht immer der Kunst zuträglich waren, aber dafür dem Geldbeutel. Lesungen, Shows, Werbespots, Filme und Sprechertätigkeiten „füllten“ den Magen.

Und so kann es sein, dass die Stimme im Flieger von Zürich oder anderswo mit nach Singapore reist und kleine Männchen auf Bildschirmen von Sicherheitssystemen erzählen, aber alle auch wohlbehalten den Weg zurück in heimische Gefilde finden.

Wenn die Zeit es zuliess, entstanden neben der praktischen Theaterarbeit Textbearbeitungen, Ballettlibretti, eigene Stücke, dramaturgische Einrichtungen für Bühnen wie Dortmund, Heilbronn, Bern, dem Theater Bilitz, für die Pfingstfestspiele in der Kartause Ittingen, den Luzernern u.v.m..

Aber auch Prosaisches lässt sich nachweisen, Bilderbücher in denen die Kinder mit den „Schlafläuschen“ in den Schlaf gewiegt oder in einem anderen Bilderbuch auch „Hinter den Berg“ geführt werden. Herr Bühler-Pisani, ein Tessiner Rentner wird in mysteriöse Kriminalfälle verstrickt und Patricia Highsmith von ihrem literarischen Ziehsohn Tom Ripley in ihrem ehemaligen Wohnort verzweifelt gesucht.

Ach ja, eine schöne Zeit verging noch mit dem Zauberer Pierre Breno, der einen Assistenten, einen 198 cm hohen Knirps benötigte, der als Clown die Pausen füllen und verlorengegangene Hasen suchen durfte.

Bleibt noch ein Verlag, eine Firma, eine kreative „Schmiede“ namens „modus vivendi“ , die 10 Jahre mit vielen spannenden Büchern, unter anderem mit einem deutschen Jugendbuchpreis gekrönten Bilderbuch; „Papa wohnt jetzt in der Heinrichstrasse“ , diversen CD’s und Kassetten die Zeit ausfüllte und zwecks und wegen Heirat den ersten Berührungspunkt mit der Schweiz herstellte, wo noch heute die Zelte in der Nähe von Winterthur stehen und die Nomaden ein Stück Erde gefunden haben, wo sie mit Kind, Hund und einigem anderen Getier gut leben können.